Auf dieser Seite stellen wir das staatliche Tierheim in Ourense vor, welches vom privaten Tierschutzverein PROGAPE (Pro Gatos y Perros) geführt wird.
Hier einige Informationen zur geographischen Situation:
Ourense befindet sich in Galizien, im Nordwesten Spaniens, 100 km südwestlich von Santiago de Compostela (Endziel des Jakobsweges).
Orense hat ca. 100.00 Einwohner.
Die nächstgelegen Flughäfen sind: Vigo (100 km. Iberia und Spanair fliegen täglich nach Deutschland), Santiago de Compostela (100 km. Iberia, Spanair und Airberlin). Nach Madrid sind es 500 km.
Das staatliche Tierheim in Ourense besteht schon seit langer Zeit, aber bis 1999 war es in einem katastrophalen Zustand. Die Hunde waren in alten Autos auf dem Schrottplatz untergebracht und die damaligen Vorstansmitglieder des privaten Tierschutzvereines, welche das Tierheim geführt haben, haben die öffentlichen Gelder zum Teil für ihre eigenen, privaten Hunde verwendet.
Als diese Veruntreung der Zuschüsse von der Stadt Ourense bekannt wurde, wurde die Leitung des Tierheimes einerm privaten Tierschutzverein anvertraut. Seidem führt PROGAPE (Pro Gatos y perros) das Tierheim in Ourense.
Der Präsident von PROGAPE, Angel Pozas, verfügt als Tierarzt über eine eigene Praxis und operiert, wenn Not am Mann ist, auch kostenlos einige Tiere. Die Installationen wurden verbessert und ein Tierarzt wurde eingestellt.
Zur Zeit bfinden sich ca. 600 Hunde und ca. 30 Katzen im Tierheim von Ourense. Bis vor kurzem waren es noch ca. 1000 (!) Hunde, da das Tierheim auch Tiere aus den umliegenden Gemeinden aufgenommen hat.
Der Eingang des Tierheimes
In diesem Gebäude sind die Verwaltung, die Krankenstation und der Operationssaal untergebracht.
Links der mobile Krankenwagen des Tierärzteteams aus Lugo, rechts der Lieferwagen, mit welchem Transporte durchgeführt werden.
Seit kurzem nimmt das Tierheim aber nur noch Tiere aus der Stadt Ourense auf, was zu einer deutlichen Reduzierung der Belegung geführt hat. Die herrenlosen Tiere aus der Umgebung müssen seitdem leider sehen, wo sie bleiben, denn diese Gemeinden verfügen über keine eigenen Tierheime.
Ein Tierarzt, ein ganztags angestellter Pfleger und ein halbtags angestellter Pfleger kümmern sich um 600 Hunde. Der Tierarzt muss neben seiner tierärztlichen Tätigkeit auch noch alle anfallenden Verwaltungsarbeiten erledigen, sodass ihm wenig Zeit bleibt, die Tiere fachgerecht zu versorgen.
Auch die Pfleger haben alle Hände voll zu tun, aber es ist so natürlich unmöglich, 600 Hunde gut zu betreuen. So müssen z.B. die kleinen, alten Hunde und Welpen auf dem nackten, feuchten Betonfussboben schlafen, weil die Pfleger die Zwinger mit dem Wasserschlauch reinigen, wobei die Hunde natürlich jedes Mal nass werden und vor Kälte zittern.
Die kleinen Hunde und die Neuankömmlinge sind in kleinen Zwingern untergebracht, wo es besonders kalt und ungemütlich ist, denn dieser Teil des Tieheimes bekommt nie Sonne ab.
Links die Zwinger für die kleinen Hunde und die Neuankömmlinge. Zu rechter Hand befinden sich die grossen Freigehege für die grossen und mittelgrossen Hunde.
Die Zwinger haben einen überdachten Teil, aber aus hygienischen Gründen müssen die Hunde ohne Decken, Körbchen usw. auskommen.
Die grossen und mittelgrossen Hunde sind in vier grossen Freigehegen untergebracht, aber ohne genügend Unterstände um sich vor der Sonne im Sommer, vor Regen und vor Kälte schützen zu können.
Freigehege für die grossen und mittelgrossen Hündinnen.
Das Freigehege für die mittelgrossen Hündinnen.
Das Freigehege für die mittelgrossen Rüden und für die sterilisierten , mitelgrossen Hündinnen.
Hundeauflauf (im Freigehege für die mittelgrossen Hündinnen) wenn Besucher kommen. Man will ja dabei sein, um seine Chance nich zu verpassen.
"Wenn ich nur genug bettel, nimmt mich vielleicht ja doch noch jemand"
(Vorne links, Kitty)
Todesfälle unter den Tieren sind an der Tagesordnung. Am Montag morgen werden regelmässig mindestens ein totgebissener Hund aufgefunden. Im Winter erfrieren viele kleine und alte Hunde. Viele Welpen sterben an Parvovirose und die Katzenbabys haben auch kein langes Leben.
Ausserdem wird ab und zu auch im Tierheim eingebrochen und Kampfhunde für Hundekämpfe gestohlen. Die Einbrecher haben auch grosse Freude daran, die Kampfhunde im Freigehege freizulassen, um direkt vor Ort festzustellen, ob der betreffende Kampfhund auch richtig scharf ist, was dann mit mehreren totgebissenen Hunden endet.
PROGAPE fordert natürlich immer zusetzliche Mittel von der Stadt, aber die verantwortlichen Politiker sind nicht bereit, mehr Gelder bereitzustellen. Die Subventionen, welche das Tierheim von der Stadt Ourense erhält, reichen gerade mal aus um die Gehälter der Angestellten zu bezahlen.
Deshalb bekommen die Hunde rohe Hühnerskelette (von einer Hühnerfirma gespendet) und die Kranken Trockenfutter (von einem Supermarkt gespendet. Aufgerissene Säcke, die sie nicht mehr verkaufen können). Wenn die Hunde wirklich krank sind, bekommen sie Dosenfutter mit abgelaufenem Verfallsdatum (von Tierläden gespendet).
Seit ein paar Monaten kommt alle 3 Wochen ein Team von Tierarzten der Veterinärfakultät aus Lugo (100 km), welche die Tiere steriliseren, kastrieren und andere Operationen vornehmen. Bis vor kurzem konnten diese Operationen nich durchgefuhrt werden, weil der Tierarzt des Tierheimes nicht allein operieren kann.
Verglichen mit einem deutschen Tierheim sind das natürlich katastrophale Zustände, aber das Tierheim in Ourense ist zumindest keine Tötungsstation. Manche Hunde haben es sogar besser als vorher (angekettet, geschlagen usw.)
Hier haben nur Welpen und junge, schöne Hunde eine Chance. Ein vier Jahre alter Hund gilt schon als alt und die Hässlichen und Kranken will natürlich keiner. Hunde mit Handycaps fristen hier ihr Leben ohne Chance auf ein besseres Leben.
Deshalb bedeutet jeder adoptierte Hund aus dem Tieheim Ourense ein gerettetes Hundeleben.












